Diese Woche habe ich in einer evangelischen Kirche eine induktive Höranlage getestet. Dabei war ein deutlich wahrnehmbares Pfeifen zu hören. Dieses Störgeräusch war ausschließlich über die induktive Höranlage im Hörsystem wahrnehmbar und nicht über die Lautsprecher im Raum. Das deutet darauf hin, dass das System vermutlich nicht optimal eingestellt ist oder eine Störung vorliegt.
Am 20.05.2026 waren wir zur TV-Aufzeichnung der Sendung „Kabarett aus Franken“ im Bayerischer Rundfunk, Studio Franken eingeladen.
Neben dem Einblick in die Produktionsabläufe einer Fernsehsendung stand für uns insbesondere ein praktischer Aspekt im Mittelpunkt: Wir hatten die Möglichkeit, die vor Ort installierte induktive Höranlage direkt zu testen.
Für Menschen mit Hörbehinderung ist eine zuverlässig funktionierende Höranlage ein entscheidender Beitrag zur Teilhabe am kulturellen Leben. Umso erfreulicher war es, die Technik in einem realen Veranstaltungssetting erleben und ausprobieren zu können. Das Hörerlebnis war sehr überzeugend und hat gezeigt, wie wichtig gut eingesetzte Barrierefreiheit in Medienproduktionen ist. Besonders positiv waren auch die für uns ausgewählten Sitzplätze, da wir ideale Sicht auf das Mundbild der auftretenden Künstlerinnen und Künstler hatten.
Die Sendung wurde moderiert von Markus Barth. Als Gäste traten unter anderem Sascha Grammel, Christian Springer, Franziska Wanninger sowie Julia Brandner auf. Gemeinsam sorgten sie für eine abwechslungsreiche und sehr unterhaltsame Show.
Insgesamt war es ein gelungenes und eindrucksvolles Erlebnis, sowohl kulturell als auch im Hinblick auf Barrierefreiheit für Menschen mit Hörbehinderung.
Ein herzlicher Dank gilt dem Team des BR Franken für die Einladung, die Möglichkeit zum Testen der Höranlage sowie die gute Organisation vor Ort.
Die Sendung kann kostenlos in der ARD Mediathek unter folgendem Link abgerufen werden:
Nachdem wir bereits vor einigen Wochen über unsere Gespräche zum Thema Barrierefreiheit bei der Deutschen Bahn berichtet hatten, dürfen wir den dazu erschienenen Zeitungsartikel nun auch auf unserer Website veröffentlichen.
Der Artikel „Das große Rauschen im Ohr“, erschienen am 31.03.2026 in den Nürnberger Nachrichten, beschäftigt sich mit den Herausforderungen, denen Menschen mit Hörbehinderung im Bahnverkehr begegnen. Darunter schwer verständliche Durchsagen, akustisch belastende Umgebungen und fehlende Barrierefreiheit in der Kommunikation.
Wir freuen uns sehr über die öffentliche Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema und bedanken uns herzlich bei Reporter Arno Stoffels für den respektvollen Austausch und die Berichterstattung.
Den vollständigen Artikel finden Sie nachfolgend:
Im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang Digital Media wird aktuell die Wahrnehmung von Untertitel-Layouts in Videokonferenzen untersucht, insbesondere aus Sicht von Menschen mit Hörbehinderung.
Dazu wurde eine kurze Online-Umfrage erstellt.
Die Teilnahme ist anonym und dauert etwa 5-10 Minuten.
https://app.formbricks.com/s/cmomvdyc0cvq2vi01ilk2mrwq
Eine Weiterleitung an interessierte Personen ist ausdrücklich willkommen.
Vielen Dank für die Unterstützung!
Gestern hatten wir die Gelegenheit, kurzfristig die induktive Höranlage in der Trauerhalle St. Peter in Nürnberg zu testen. Möglich wurde dies durch die freundliche Unterstützung eines Mitarbeiters der städtischen Friedhofsverwaltung.
Für die Testung waren wir zu dritt vor Ort: eine hörgerätetragende Person, ein CI-Träger sowie eine hörende Person. Zusätzlich brachten wir ein Testgerät mit Kopfhörern mit, sodass auch der zuständige Mitarbeiter die Anlage unmittelbar selbst ausprobieren konnte.
Ein aktuelles internes Arbeitspapier von Bund, Ländern und Kommunen listet über 70 Sparvorschläge mit einem Volumen von über 8,6 Milliarden Euro im Sozialbereich auf. Viele Maßnahmen sind noch gar nicht beziffert, könnten also noch weiter gehen.
Eine aktuelle Pressemitteilung des Paritätischen Gesamtverbands vom 16. April 2026 klärt über die Kürzungspläne auf. Die Sparmaßnahmen würden auch die Eingliederungshilfe betreffen, also Leistungen zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen.
Wie bereits mehrfach berichtet, wird das Thema Gehörlosengeld in Bayern seit längerer Zeit immer wieder diskutiert. Ziel ist eine finanzielle Unterstützung für Menschen mit Gehörlosigkeit oder starker Schwerhörigkeit, um Teilhabe im Alltag zu erleichtern.
Aktuell ist die Einführung weiterhin nicht beschlossen und im Doppelhaushalt 2026/2027 zunächst nicht vorgesehen. Damit bleibt offen, wann es tatsächlich zu einer Umsetzung kommt.
Wir stehen aktuell im Austausch mit einem Redakteur einer lokalen Zeitung zum Thema Barrierefreiheit bei der Deutschen Bahn. Ausgehend von einem Zeitungsbericht über Barrieren im Bahnverkehr sind wir ins Gespräch darüber gekommen, welche Hürden insbesondere Menschen mit Hörbehinderung erleben und wo bereits gute Lösungen bestehen, aber auch, an welchen Stellen weiterhin Verbesserungsbedarf besteht.
Rückmeldungen von Erfahrungen zum Empfang von Warnungen von Menschen mit Hörbehinderung gesucht.
Am Donnerstag, den 12. März 2025, ab 11 Uhr wird im Freistaat Bayern die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme gestestet. Der Bayernweite Warntag findet jährlich am zweiten Donnerstag im März statt.
KI verändert gerade viele Bereiche im Gesundheitswesen - auch die Logopädie.
Gerade im Kontext von Hörbehinderung entstehen neue Möglichkeiten, z.B.:
- Analyse von Sprachverständlichkeit mit KI
- Prognosen zur Sprachentwicklung nach Cochlea-Implantaion
- KI-Gebärdensprach-Avatare für barrierearme Kommunikation
Zum Tag der Logopädie (06. März) heute ein kleiner Einblick in diese spannenden Entwicklungen.
